Kämpfen für die Freiheit?
ARTUR WEIGANDT, OLE NYMOEN
Unsere Freiheit verteidigen – im Zweifel auch mit Waffen? Dieser Abend stellt eine der wichtigsten Freiheitsfragen der Gegenwart: Was schuldet der Einzelne der Gesellschaft, wenn Krieg droht?
»Für euch würde ich kämpfen« – das macht Artur Weigandt in seinem aktuellen Buch (C.H.Beck) unmissverständlich deutlich. Als Dolmetscher für ukrainische Soldaten erlebte er, was es wirklich heißt, für sein Land zu kämpfen. Eigentlich glühender Pazifist, fordert er daher konkret dazu auf, der Realität ins Auge zu blicken. Denn: »Freiheit ist kein Geschenk, sie wird erkämpft«.
Ganz anders sieht es Ole Nymoen. In »Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde« (Rowohlt) hinterfragt er, wem der Dienst an der Waffe wirklich dient – und wem gerade nicht.
Und die gefeierte Autorin Mithu Sanyal (»Antichristie«, Hanser, 2024) hat sich vehement gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgesprochen: »Deutschland hat seine Bürger dazu erzogen, den Krieg zu hassen. Jetzt will es, dass wir uns zur Armee melden – aber wir sagen nein« (in The Guardian).
Muss Widerstand, wenn er moralisch einwandfrei sein möchte, gewaltfrei sein? Wer wird im Ernstfall kämpfen und wer kann (darf) sich entziehen? Und endet unsere persönliche Freiheit, wenn die des Landes auf dem Spiel steht? Ein Abend zu einem der meistdiskutierten Themen unserer Gegenwart.
»Den Pazifismus zu befürworten bedeutet nicht, die Ukraine aufzugeben.«
MITHU SANYAL
Gespräch: MITHU SANYAL
Header: © VECTEEZY/Giuseppe Ramos
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Der Stream ist ausschließlich live abrufbar, es wird keine Aufzeichnung angeboten.