Die Lebensentscheidung

ROBERT MENASSE

Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in seiner raffiniert – kunstfertigen Novelle von einem Wettlauf mit dem Tod.

Ein Mann macht einen radikalen Schnitt: Er verlässt seinen Job bei der Europäischen Kommission, reist nach Wien und verschweigt seiner 89-jährigen Mutter den vorgezogenen Ruhestand. Doch als ihn eine niederschmetternde Diagnose trifft, beginnt für ihn ein Wettlauf mit der Zeit. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seiner Mutter den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: »Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«

Elegant und philosophisch räsoniert der große österreichische Erzähler darüber, wie frei wir wirklich sind, wenn es ums Überleben geht.

»Er dachte: Das war’s. Sauf dich an, betäube dich, […] und dann geh in die Schweiz, mach selbstbestimmt und würdevoll Schluss, obwohl Würde auch so etwas seltsam Ideologisches war...«
AUS: »DIE LEBENSENTSCHEIDUNG«

Gespräch: DANA GRIGORCEA

In Kooperation mit dem Österreichischen Generalkonsulat München

Header: Coverdetail Robert Menasse »Die Lebensentscheidung« (Suhrkamp) unter Verwendung des Gemäldes »Mutter und Sohn« von Ernst Ludwig Kirchner (1927/28)

KOSTENLOSER-LIVESTREAM:
Der Stream ist ausschließlich live abrufbar, es wird keine Aufzeichnung angeboten.

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Ort
Literaturhaus, Saal & Stream
Eintritt
Karten-VVK startet am 1.3.26 um 10 Uhr / Euro 16.- / 10.- / Kostenloses Festival-Streaming, ausschließlich live abrufbar, es wird keine Aufzeichnung angeboten.