Fragen an die Welt nach 1989 (#7)

Antworten von Wolfgang Kubin und Xiao Xiao

Was geschah in diesem weitgehend tabuisierten Jahr in China – und welchen Stellenwert hat es heute? Ein deutscher Sinologe und eine chinesische Lyrikerin im Gespräch.

In China gebe es nicht zu wenig, sondern zu viel Freiheit, sagt Wolfgang Kubin (Jahrgang 1945), „das heißt, es gibt Gesetze, aber niemand hält sich daran, weder da oben noch da unten“. Der Sinologe, Lyriker und Übersetzer weiß, wovon er spricht: Er unterrichtete an etlichen chinesischen Universitäten als Honorarprofessor und lebt zurzeit in Shantou.

Xiao Xiao (Jahrgang 1964) stammt aus der Provinz Sichuan und lebt als Lyrikerin, Malerin und Publizistin in Peking. Sie zählt zu den wenigen mutigen, selbstbestimmten Intellektuellen des Landes, die in ihren Werken politisch-gesellschaftliche Themen behandeln und sich auch öffentlich dazu äußern.

Spannung verspricht der Abend zudem hinsichtlich der Mentalitäten. Auf die Frage des Goethe-Instituts, was „typisch chinesisch“ sei, meinte Kubin: „Statt eine Frage auf den Punkt zu beantworten, die Frage zu umkreisen.“

Moderation: Tilman Spengler (Schriftsteller und Sinologe)
Sprachen: Chinesisch / Deutsch

(Foto Header: ©Alke Müller-Wendlandt)


Ort
Literaturhaus, Foyer
Eintritt
10,- / 8,-

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