Das Literaturfest München 2027: Lukas Rietzschel als Kurator
Der Kurator des LITERATURFESTS MÜNCHEN 2027 steht fest: Der Autor LUKAS RIETZSCHEL wird das Programm gestalten. Thema und
Titel seines Festprogramms: »(Wahl)verwandtschaften. Was uns verbindet, was uns trennt.«
Im kommenden Frühjahr wird das Literaturfest München zum 17. Mal stattfinden. Veranstalter ist das Literaturhaus München in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Das Festprogramm 2027 wird von Lukas Rietzschel kuratiert, 1994 im sächsischen Räckelwitz geboren. Seine Romane »Mit der Faust in die Welt schlagen«, »Raumfahrer« und zuletzt »Sanditz«, nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026, erzählen davon, wie politische Umbrüche Familien verändern und Erfahrungen über Generationen hinweg nachwirken. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet. Auch in der Malerei setzt Lukas Rietzschel seine Auseinandersetzung mit den Brüchen der Nachwendezeit fort: 2022 waren einige seiner Werke in der Ausstellung »DUNKEL« der Liuba Galerie Lübbenau zu sehen.
Das Literaturfest 2027 verspricht einen lebendigen Dialog zwischen Literatur, Theater, Musik und bildender Kunst.
Lukas Rietzschel:
»Familien sind bis heute Ausgangspunkt unserer persönlichen Entwicklung, Spiegelbild einer Gesellschaft in ihrer Zeit und damit anhaltend spannendes literarisches Untersuchungsfeld. Grund genug, diese sogenannte Keimzelle intensiver zu untersuchen und festzustellen: Familie bedeutet Zuflucht und Fluch gleichermaßen, Erbe, Last, Geborgenheit und neben aller Blutsverwandtschaft auch Zweckgemeinschaft oder
Wahlverwandtschaft.«
In Lesungen, Aktionen und Gesprächen, in Podcasts und im Austausch zwischen den Künsten und Menschen wird das Festprogramm Zugehörigkeiten in ihren unterschiedlichen Formen erkunden.
Tanja Graf, Geschäftsführerin des Literaturhauses München:
»Wie wir miteinander in Beziehung stehen, macht uns als Menschen aus. Sich auf Augenhöhe zu begegnen – respektvoll, empathisch, konstruktiv –, ist die wichtigste Voraussetzung für ein gesellschaftliches und politisches Miteinander. Lukas Rietzschel wird zusammen mit seinen Gästen ausloten, welch großartige Chancen in unseren Beziehungen liegen: in ihrer Vielfalt, in der Neugier aufeinander und in der gemeinsamen Gestaltung unserer Zukunft. Freuen wir uns auf spannende Gäste und ein Programm am Puls der Zeit – in der Literaturstadt München.«
Marek Wiechers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München:
»Als eine familiäre Großstadt, wie sie im Buche steht, freut sich München auf ein Literaturfest, das der Familie und anderen Banden in all ihren Facetten auf den Grund geht, literarisch auf höchstem Niveau, hellwach gegenüber den Herausforderungen unserer Zeit. Herkunft und Bürde, Schutz und Bedrohung, Vermächtnis und Aufbruch: Zehn Tage voller lebhafter Debatte erwarten uns und werden zeigen, wie viel stärkende Gemeinschaft in guten Geschichten steckt. München bittet an seine große literarische Tafel. Und wie bei jedem echten Familienfest wird dabei gelacht, gestritten, gefeiert – und nichts davon zu knapp.«
Die Münchner Schiene – das junge »Imprint« des Literaturfests München – präsentiert sich 2027 zum fünften Mal – diesmal konzipiert und organisiert von der Internationalen Jugendbibliothek. Unter dem Motto »Auf der Achterbahn!« wird Münchner Kinder- und Jugendliteratur auf die Schiene gesetzt. Es geht um Höhenflüge und Tiefgänge, schnell, emotional und aufregend, so Christiane Raabe, Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek. Die Veranstaltungen und Workshops der Münchner Schiene wollen literarische Verführungen für alle – Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene – sein und die lebendige Vielfalt der Kinder- und Jugendbuchszene in München zeigen. Als Kuratorinnen wurden die Kulturvermittlerin Anna Hofer und die Journalistin, Kritikerin und Autorin Christine Knödler gewonnen.
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