Fragen an die Welt nach 1989

Die Gesprächsreihe beim forum:autoren

Beim diesjährigen forum:autoren geht Ingo Schulze auch auf eine persönlich motivierte Spurensuche. 1962 in Dresden geboren und in der DDR aufgewachsen, habe sich für ihn nach 1989 alles verändert. „Nichts blieb, wie es war“, so der Kurator.

Nachdem er in Gesprächen mit Kolleg_innen aus aller Welt bemerkt habe, dass 1989 letztlich überall stattgefunden hat „teilweise dramatisch, teilweise kaum sichtbar“ –, möchte er es nun genauer wissen: Ingo Schulze bat seine Gäste, sich vorab schriftlich Gedanken darüber zu machen, welche Veränderungen und Folgen sie mit dem Umbruch von 1989 verbinden – oder ob für sie ganz andere Zeitgrenzen relevant sind. Die so entstandenen Texte bilden jeweils die Basis für die Begegnung zweier Autor_innen verschiedener Nationalitäten: Bei Fragen an die Welt nach 1989 geht es um Sozialismus und Kapitalismus, um Kolonialismus und Gleichberechtigung, Religion und Nationalismus, den Wechsel von Freiheiten und Abhängigkeiten, die unmerkliche Neudefinition von dem, was wir als selbstverständlich betrachten und was nicht, vor allem aber: um ganz individuelle Blicke auf den Lauf der Dinge.

Lesungen in Originalsprache, Projektion der deutschen Übersetzung

#dieweltnach89

(Foto Header: ©Alke Müller-Wendlandt)