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Aus der Hölle durchs Fegefeuer ins Paradies: In seiner vor 700 Jahren im Exil entstandenen Göttlichen Komödie beschreibt der italienische Dichter und Philosoph Dante Alighieri eine Reise, die heute Tag für Tag Tausende von Menschen antreten.Dem Schrecken des Bürgerkriegs oder der Verfolgung in ihren Ursprungsländern entkommen, sehnen sie sich nach Arkadien. Viele von ihnen landen indes im Schattenreich. Und plötzlich wirkt die verlorene Heimat wie der Garten Eden. Ein Garten, dessen Pforte auf ewig verschlossen scheint.

Albert Ostermaier stellt beim forum:autoren engagierte und politische Literatur in den Mittelpunkt. Ein wichtiges Ziel seines Programms front:text ist es, mit Flüchtlingen in den Dialog zu treten und ihre Geschichten über Texte und Bilder neu zu vermitteln. Zu Gast sind Autor_innen, Journalist_innen, Künstler_ innen und Musiker aus Krisen- und Bürgerkriegsgebieten sowie solche, die in Deutschland im Exil leben und schreiben. In Lesungen, Gesprächen und auf einem Symposion berichten sie über persönliche Erfahrungen, erörtern Probleme der aktuellen Asylpolitik sowie mögliche Lösungen. Menschen aus aller Welt performen ihre beim front:text-Schreibworkshop entwickelten Texte, und bekannte Münchner Freizeit- und Profifußballer treffen sich gemeinsam mit buntkicktgut zum internationalen Freundschaftsspiel. Dort, auf dem Fußballplatz, gilt Ostermaier zufolge dasselbe wie für das gesellschaftliche Miteinander: „Wir sollten weiter daran glauben und darauf bauen, dass Integration, Toleranz, Gemeinschaft und Respekt die Schlüssel zum Erfolg sind.“

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